Kurbelgarnituren und Kurbelarme für Fahrräder
THUN bietet Kurbelgarnituren und Kurbelarme für zwei unterschiedliche Antriebskonzepte. AVAX A und AVAX S sind Vierkant-Kurbelgarnituren und für die Verwendung mit kompatiblen THUN-Vierkantinnenlagern ausgelegt. VANGUARD ist für E-Bikes mit Mittelmotor konzipiert. Es nutzt eine andere Systemarchitektur und wird nicht mit einem THUN-Innenlager kombiniert.
Für Hersteller beginnt die Auswahl der richtigen Kurbelgarnitur beim Antriebskonzept, der Passung der Schnittstellen, der Kettenlinie und den Anforderungen des jeweiligen Einsatzbereichs. Diese Parameter beeinflussen die Ausrichtung des Antriebs, seine Lebensdauer und die gleichbleibende Montagequalität über verschiedene Fahrradmodelle hinweg.
Entdecke die Kurbelgarnituren und Kurbelarme von THUN für klassische Fahrräder und E-Bikes mit Mittelmotor.
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Die passende Kurbelgarnitur für dein Fahrradmodell
Standards und Schnittstellenkompatibilität
Bei der Auswahl einer Kurbelgarnitur steht zunächst das Antriebskonzept im Mittelpunkt. Die Kurbelarme müssen auf die jeweilige Wellen- oder Antriebsschnittstelle, die Geometrie und die Anforderungen des Antriebs abgestimmt sein. Nur so lassen sich die Tretkräfte zuverlässig übertragen und die Komponenten korrekt ausrichten.
Zu den wichtigsten Parametern gehören:
- Länge und Geometrie der Kurbelarme
- Art und Passung der Verbindung zur Tretlager
- Durchmesser der Tretlagerwelle
- erforderliche Wellenlänge und Kettenlinie
- Q-Faktor und Ergonomie
- Kompatibilität mit den Standards des Tretlagergehäuses
- Übersetzungsverhältnis
- vorgesehener Einsatzbereich, etwa City-, Trekking- oder Mountain-Bike bzw. Rennrad
Bei Vierkantsystemen werden Kurbelgarnitur und Innenlager gemeinsam spezifiziert, um eine präzise Ausrichtung des Antriebs und wiederholbare Montageprozesse sicherzustellen.
Kurbelgarnituren für unterschiedliche Antriebssysteme
Vierkant-Kurbelgarnituren
AVAX A und AVAX S verfügen über eine Vierkantschnittstelle und sind für die Verwendung mit kompatiblen THUN-Vierkantinnenlagern ausgelegt. Aufeinander abgestimmte Wellengeometrien, Schnittstellenpassungen und Toleranzen unterstützen eine sichere Kraftübertragung und eine präzise Ausrichtung des Antriebs.
Je nach Fahrradmodell und Konfiguration kommen die THUN-Innenlagerfamilien GOAL, PASO and TWIST, IBEX, JIVE and TANGO, sowie ZUMBA.
Kurbelarme für E-Bikes
VANGUARD ist für E-Bikes mit Mittelmotor ausgelegt. Es nutzt eine andere Systemarchitektur und wird nicht mit einem THUN-Innenlager kombiniert.
Ausrichtung bei Vierkantsystemen
Bei Vierkant-Kurbelgarnituren hängt die zuverlässige Funktion von der präzisen Ausrichtung der Kurbelarme, der Tretlagerwelle und des Rahmens ab.
Die Kurbelarme müssen sicher auf der Welle sitzen. Die richtige Wellenlänge und Kettenlinie sorgen für eine präzise Ausrichtung des Antriebs. Ein gleichbleibender Q-Faktor fördert Passgenauigkeit und Ergonomie.
Zu den wichtigen Parametern gehören:
- Wellenlänge und Kettenlinie
- Passung zwischen Kurbelarm und Tretlagerwelle
- gleichbleibender Q-Faktor
- Rahmenausrichtung und ausreichender Freiraum
Eine fehlerhafte Ausrichtung kann Geräusche verursachen, die Effizienz verringern und zu vorzeitigem Verschleiß an der Schnittstelle führen.
Zuverlässigkeit in der Serienproduktion
Die Zuverlässigkeit des Antriebs in der Serienproduktion hängt von stabilen Verbindungen zwischen Kurbelgarnitur, Innenlager und Rahmen ab. Toleranzabweichungen an diesen Schnittstellen können unter Belastung zu Mikrobewegungen, Geräuschen und vorzeitigem Verschleiß führen.
Bei Vierkantsystemen sind für eine dauerhaft zuverlässige Funktion ein sicherer Sitz der Kurbelarme auf der Tretlagerwelle, kontrollierte Anzugsdrehmomente und ein gleichbleibender Q-Faktor entscheidend. Zusammen reduzieren sie Bewegungen an der Schnittstelle und unterstützen eine lange Lebensdauer.
Bei kompatiblen Innenlagersystemen kontrolliert THUN die Wellengeometrie, die Schnittstellentoleranzen und die Montagevorgaben. Das verringert Schwankungen und sorgt für gleichbleibende Qualität in der Serienproduktion. So lassen sich sowohl bei automatisierter als auch bei manueller Montage zuverlässige Ergebnisse erzielen.
Integration in moderne Fahrradmodelle
In der Fahrradentwicklung beeinflusst die Kurbelgarnitur weit mehr als die reine Kraftübertragung. Ihre Geometrie, die Verbindung zur Tretlagerwelle und ihre Ausrichtung bestimmen, wie sich der Antrieb in den Rahmen integrieren lässt und wie sich das Fahrrad unter Belastung verhält.
Die Länge der Kurbelarme und der Q-Faktor wirken sich auf die Ergonomie aus. Kettenlinie und Wellenposition bestimmen dagegen die Ausrichtung und Effizienz des Antriebs. Gleichzeitig beeinflussen die Abmessungen der Kurbelgarnitur den verfügbaren Bauraum, den Abstand zum Rahmen und das Verhalten der Konstruktion, insbesondere unter dynamischer Tretbelastung.
Haltbarkeit und Stabilität
Verliert die Verbindung zwischen Kurbelarm und Tretlagerwelle ihre Passgenauigkeit, entstehen Mikrobewegungen. Sie beschleunigen den Verschleiß, verringern die Effizienz und verkürzen die Lebensdauer.
Geringe, gleichbleibende Toleranzen halten die Verbindung zwischen Kurbelarm und Tretlagerwelle auch bei wiederholter Belastung stabil. Eine sichere, präzise abgestimmte Schnittstelle reduziert Mikrobewegungen, unterstützt eine lange Lebensdauer und hilft, den Wartungsaufwand unter realen Einsatzbedingungen zu begrenzen.
Dein Ansprechpartner bei THUN
Du hast Fragen zur Integration einer Kurbelgarnitur, zur Kompatibilität des Antriebs oder zur Entwicklung deines Fahrradmodells?
Unsere Teams aus Entwicklung und Vertrieb unterstützen Hersteller bei der Spezifikation und Entwicklung.
Carina Füllbeck
Vice President SalesEine Kurbelgarnitur – auch Kurbelsatz genannt – ist die mit dem Innenlager verbundene Baugruppe des Pedalantriebs. Sie überträgt die beim Pedalieren erzeugte Kraft auf den Antrieb. Zu ihr gehören zwei Kurbelarme sowie – je nach Antriebssystem – ein oder mehrere Kettenblätter oder eine Riemenscheibe.
Die Kurbelgarnitur ist die außen liegende, rotierende Baugruppe mit Kurbelarmen und Kettenblättern bzw. Riemenscheibe. Das Innenlager ist die im Rahmen sitzende Lagereinheit. Es lagert die Tretlagerwelle und ermöglicht die gleichmäßige Drehbewegung der Fahrradkurbel.
Eine MTB-Kurbelgarnitur ist für den Einsatz an Mountainbikes ausgelegt. Sie muss den höheren Belastungen standhalten, die beim Fahren im Gelände, durch Schläge, Stöße oder bei Sprüngen entstehen. Dafür benötigt sie eine hohe Steifigkeit und stabile Schnittstellen, damit der Antrieb auch unter dynamischen Bedingungen präzise ausgerichtet bleibt.
Kurbelgarnituren sind nicht vollständig standardisiert. Die Kompatibilität hängt unter anderem von der Verbindung zur Tretlagerwelle, der Kettenblattkonfiguration, dem Innenlagertyp und der Rahmengeometrie ab. Eine präzise Spezifikation während der Entwicklung stellt sicher, dass alle Komponenten zuverlässig zusammenpassen.
Der Kurbelarm am Fahrrad ist der seitliche Hebel der Fahrradkurbel. Er verbindet das Pedal mit der Tretlagerwelle und überträgt die beim Pedalieren erzeugte Kraft auf den Kurbelsatz. Der linke und der rechte Kurbelarm müssen präzise zueinander ausgerichtet sein, damit sich die Belastungen gleichmäßig verteilen und der Antrieb zuverlässig funktioniert.